Rathaussturm in Westhausen – Narren übernehmen die Amtsgeschäfte

Am Gumpendonnerstag erlebte Bürgermeister Markus Knoblauch seinen ersten Rathaussturm und der hatte es gleich in sich: Trotz großer Gegenwehr des Bürgermeisters - unterstützt von Gemeinderat und Verwaltung - konnten die Narren letztendlich nicht aufgehalten werden.

Hermann Oppold, Chef der WCV-Narrenpolizei, legte dem Bürgermeister Handschellen an und las diesem die Leviten. Unter anderem kam er auf das neue Bürgerrufauto zu sprechen, das möglicherweise zum neuen Dienstwagen des Bürgermeisters werde und deshalb nicht „Wim – Westhausen ist mobil“ sondern „Kim – Knoblauch ist mobil“ hätte genannt werden sollen.

Bürgermeister Markus Knoblauch wies die Anschuldigungen weit von sich und berichtete in seinem Schotten-Kostüm über die nach wie vor leere Gemeindekasse und die Sparzwänge der Gemeinde. Allerdings habe man für die Narren die letzten Groschen zusammengekratzt und davon Faschingsküchle, Berliner und Getränke gekauft.

Nachdem der Bürgermeister seine Amtsgeschäfte schweren Herzens bis Aschermittwoch auf die Narrenschar übertragen hatte, wurden ihm die Handschellen wieder abgenommen. Im Bürgersaal ging man nach dem kräfteraubenden Rathaussturm gemeinsam bei Partymusik und bester Stimmung zum gemütlichen Beisammensein über. 

Unter anderem waren die RCV-Ruassgugga, Holzkatzen, Hokas, Hupfdohlen, Garden, Elferrat, Westhausener Insel-Narren, Westhausener Frauenbund und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beim Rathaussturm mit dabei.