BREITBANDAUSBAU GEMEINDE WESTHAUSEN

Die Gemeinde Westhausen hat im Rahmen eines Förderantrages Bundesmittel für den Breitbandausbau zur Schließung sogenannter „Weißer Flecken“ beantragt. Dadurch soll der Ausbau der Breitbandinfrastruktur an den Stellen vorangerieben werden, an denen die etablierten Telekommunikationsunternehmen selbst keine Versorgung mit schnellem Internet zur Verfügung stellen oder zukünftig eine Versorgung mit mehr als 30 Mbit/s bereitstellen wollen.

Hierzu wurde im Mai 2019 ein Markterkundungsverfahren durchgeführt und abgefragt, ob ein privates Telekommunikationsunternehmen in den nächsten 3 Jahren einen eigenwirtschaftlichen Ausbau plant. Hierbei waren die Rückmeldungen für die folgenden Teilorte allesamt negativ: Faulenmühle, Kläranlage Westhausen, Frankenreute, Wagenhofen, Amselhof, Ruital, Weidach, Hundslohe, Beerhalden, Forst u. Vogel, Gewerbegebiet Lindich Lippach, Freudenhöfe, Berg, Finkenweiler, Sandhof, Stockmühle, Lindorf und das Freibad Westhausen.

Die Gemeinde Westhausen hat sodann im August 2019 einen Förderantrag zur Schließung dieser „weißen Flecken“ beim vom BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) mit der Abwicklung der Förderung beauftragten Unternehmen atene KOM GmbH in Berlin gestellt. Die voraussichtlichen Projektkosten betragen 3,254 Mio EUR. Zwischenzeitlich haben wir hierfür einen vorläufigen Bescheid mit 50% Förderung aus Bundesmittel in Höhe von 1.627.212,00 EUR erhalten.

Ergänzend wurde ein weiterer Antrag auf Förderung aus Landesmittel beim Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart. Hier sind nochmals ca. 40% Förderung der Projektkosten zu erwarten. Die entsprechende Zusage haben wir im Dezember 2020 erhalten und die Gemeinde Westhausen erhält hier weitere 1.301.770,00 EUR Förderung.

Nur aufgrund dieser hohen Förderquoten ist ein Ausbau durch die Gemeinde Westhausen überhaupt möglich!

Als nächster Schritt wurden dann zeitnah die Planungsleistung für dieses Projekt EU-Weit öffentlich ausgeschrieben. Die hierfür notwendigen Ausschreibungsunterlagen wurden auf www.deutsche-evergabe, auf www.breitbandausschreibungen.de sowie hier veröffentlicht. Den Zuschlag für die Planung erhielt im Juli 2020 aus einem breiten Teilnehmerfeld das ortsansässige Ingenieurbüro GEO DATA GmbH. Diese erstellte zeitnah die notwendige Feinplanung sowie die Leistungsverzeichnisse für die öffentliche Ausschreibung der Tiefbaumaßnahmen sowie der technischen Ausrüstung.

Den Zuschlag für die Erstellung der benötigten Leerrohrinfrastruktur erhielt im Oktober 2020 die Haag Bau GmbH aus Neuler. Der Baustart war ursprünglich noch im Jahr 2020 geplant, konnte dann aber aufgrund der vollen Auftragsbücher und der schlechten Witterung doch nicht erfolgen. Mit dem ersten Baggerbiss wurde nun Anfang März begonnen – die ersten Meter Tiefbau erfolgen aktuell auf der Trasse Dettenroden – Lindorf. Auf den obligatorischen Spatenstich musste leider aufgrund der aktuell geltenden Corona-Kontaktbeschränkungen verzichtet werden. Hierzu dennoch einige Bilder:

Die Ausschreibung für die technische Ausrüstung ist zwischenzeitlich ebenfalls erfolgt. Hierzu zählen der Glasfasereinzug in die neu gebaute Leerrohrinfrastruktur, die Erstellung der benötigten Verteiler sowie die Herstellung der Hausanschlüsse auf den jeweiligen Privatgrundstücken. Ebenso ist in diesem Rahmen ein zentraler Verteilerpunkt (POP-Gebäude) an der Turn- und Festhalle in Westhausen zu erstellen.

Den Zuschlag der Ausschreibung der technischen Ausrüstung erhielt im Februar 2021 die AWUS-Bau GmbH & Co. KG aus Aalen. Den Zuschlag für die Erstellung des POP-Gebäudes in Westhausen erhielt die Betonbau GmbH & Co. KG aus Waghäusel.

Nach Abschluss der Trasse Dettenroden – Lindorf soll dann mit den entsprechenden Tiefbaumaßnahmen in Lippach fortgefahren werden. Hier sind etliche Meter Tiefbau zu realisieren um die umliegenden Höfe und Weiler ans gemeindliche Breitbandnetz anschließen zu können.

Weitere Fortschritte zum Ausbaustand werden wir an dieser Stelle regelmäßig veröffentlichen.