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Die Firma Genesis entwickelt Werkstoffe,
die mitdenken

Hochtechnologieunternehmen in Westhausen gegründet

Er bezeichnet sich selbst als Visionär - und das zu Recht: Mit intelligenten Werkstoffen will Dr. Timo Möller in vielen Bereichen des täglichen Lebens innovative Produkte am Markt platzieren, die es bislang so noch nicht gegeben hat. Für die Umsetzung seiner Ideen hat der Ingenieur Mitte 2006 die Firma Genesis Adaptive Systeme Deutschland GmbH in Westhausen gegründet. Bürgermeister Herbert Witzany besuchte kürzlich die neue Gesellschaft und führte mit dem Geschäftsführer und seinen Mitarbeitern ein ausführliches Gespräch.

Derzeit hat die Genesis A.S.D. GmbH sechs Mitarbeiter beschäftigt, Tendenz steigend. Auf Grund der anstehenden Projekte soll zusätzlich ein Labor eingerichtet werden. Ende des Jahres werden wir voraussichtlich 10 Mitarbeiter haben, berichtet Dr. Möller.

Die Firma Genesis ist derzeit in vier Bereichen tätig: Automobiltechnik, Werkzeugmaschinenbau, Mess- und Sicherheitstechnik sowie in der Medizingerätetechnik. Neben den angebotenen Lösungen für Methoden und Prozesse der Feinwerktechnik und der Mechatronik will Genesis mit so genannten adaptiven Systemen, die sich selbständig an veränderte Gegebenheiten in der Funktion oder in der Umgebung anpassen, den Markt bedienen. Zur Unternehmensstrategie gehört es, mit Ideen und Verbesserungsmöglichkeiten auf potentielle Kunden zuzugehen und als Ingenieur- und Entwicklungsdienstleister gemeinsame Lösungsansätze zu verwirklichen. Verschiedenste Patente wurden bereits angemeldet, die dann an interessierte Unternehmen verkauft werden.

Zu den Auftraggebern gehören unter anderem namhafte Automobilhersteller und -zulieferer. Beispielsweise soll mit diesen in enger Zusammenarbeit ein intelligentes Frühwarnsystem zum Schutz vor Sekundenschlaf während der Fahrt entwickelt werden. Hierfür werden neue Werkstoffe mit sensitiven und aktiven Eigenschaften hergestellt. Diese Werkstoffe können elektrische, thermische und magnetische Energie in mechanische Energie umwandeln und so die gewünschten Reaktionen hervorrufen. In der Weltraumtechnik werden solche Werkstoffe bereits verwendet.
Dr. Timo Möller will diese besonderen Eigenschaften künftig bei zahlreichen Produkten für den Alltagsgebrauch einsetzen. So auch in weiteren Projekten, die sich mit variablen Crasheigenschaften sowie neuartigen Rückhaltesystemen von Kraftfahrzeugen beschäftigten.

In Zusammenarbeit mit der Medizin befasst sich Genesis zudem mit der Entwicklung einer Handprothese, für die in Kürze ein Patent angemeldet wird. Die adaptive Neuroprothese-Hand arbeitet über den Abgriff der Reizströme zur Fingeransteuerung. Die Adaptronik ermöglicht es, den Tastsinn durch integrierte Sensoren zu ersetzten. Wie Dr. Möller berichtet, ist dieses System den bisher angebotenen Handprothesen weit überlegen.

Die Genesis A.S.D. GmbH wird in diesem Jahr auf der Hannover-Messe ihr Dienstleistungs- und Produktangebot vorstellen. Für die Region Ostwürttemberg mit dem Motto "Raum für Talente und Patente" könnte es sicherlich kaum einen besseren Vertreter geben als die innovative Firma aus Westhausen.

Von links: Elke Hermann (Design Mechanik), Jennifer Hähnel (IT Administration; Kaufmännischer Bereich), Geschäftsführer und Firmeninhaber Dr. Timo Möller, Franz Hausner (Projektleiter) und Bürgermeister Herbert Witzany vor den Büroräumen der Firma Genesis A.S.D. GmbH in der Dr.-Rudolf-Schieber-Straße in Westhausen.

Nicht abgebildet sind:
Dr. Axel Brock (Wissenschaftlicher Mitarbeiter), Martina Engmann-Schmied (Assistenz der Geschäftsleitung)


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Weitere Informationen

zur Firma Genesis Adaptive Systeme Deutschland GmbH, gibt es unter
Tel. 07363/95459-0,
E-Mail
oder:
Internet